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luckyzippo

4 Ringe - 5 Zylinder

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17.07.2009, 18:01

Nicht überall wo Porsche drinsteckt,steht auch Porsche drauf

Vom Harley-Motor bis zum Opel Zafira

Porsche baut nicht nur erfolgreich Sportwagen, die Zuffenhausener haben sich
über die Jahrzehnte hinweg mit Fremdentwicklungen auch den Ruf eines
vielseitigsten Ingenieurdienstleisters erworben.

Dieses Porsche-Geschäftsfeld, das heute unter dem Dach der Porsche Engineering
Group im Entwicklungszentrum in Weissach betrieben wird, geht auf die
älteste Vorgängergesellschaft der heutigen Porsche AG zurück. Ferdinand
Porsche hatte am 25. April 1931 in Stuttgart ein Konstruktionsbüro mit
dem Namen "Dr. Ing. h.c. F. Porsche Gesellschaft mit beschränkter
Haftung, Konstruktion und Beratung für Motoren- und Fahrzeugbau"
gegründet und ins Handelsregister eintragen lassen.

30 Jahre Entwicklungserfahrung

Doch schon in den 30 Jahren davor konnte Ferdinand Porsche mit seinen
Entwicklungen überzeugen. Ob Lohner Porsche Mixte als Vorläufer aller
modernen Hybridmodelle, Allradantrieb und die Vierradbremse - Porsche
zeigte sich innovativ. Später entwickelte Ferdinand Porsche als
Technischer Direktor bei Daimler unter anderem den ersten Mercedes-Benz
mit Achtzylindermotor und die kompressoraufgeladenen Sport- und
Rennwagen mit den Namenskürzeln "S" (Sport), "SS" (Super Sport) und
"SSK"“ (Super Sport Kurz). Im Januar 1929 verließ er die Daimler-Benz
AG. Nach einem kurzen Intermezzo bei den österreichischen Steyr-Werken
kehrte er zum Jahresende 1930 nach Stuttgart zurück und gründete in der
Kronenstraße 24 ein eigenes Konstruktionsbüro.

Der Auto Union-Rennwagen und der VW Käfer entstehen

Bereits im ersten Jahr entwickelte Porsche für den Automobilhersteller Wanderer
eine Sechszylinder-Mittelklasselimousine sowie einen neuen
Reihen-Achtzylindermotor. Es folgten eine Schwingachse für die
Horch-Werke Zwickau und ein im Auftrag der Zittauer Phänomen-Werke
konstruierter luftgekühlter Fünfzylinder-Sternmotor, der für den
Antrieb von Lastwagen vorgesehen war. Daneben entwickelte Porsche für
Zündapp einen Kleinwagen und meldete 1931 das Patent zur
Drehstabfederung an.

Im Frühjahr 1933 erhielt Ferdinand Porsche von der Auto Union den Auftrag, nach den Regeln der neuen
750-kg-Rennformel einen 16-Zylinder-Rennwagen zu entwickeln. Mit
Fahrern wie Bernd Rosemeyer, Hans Stuck oder Tazio Nuvolari wurde der
zwischen 1934 und 1939 stetig weiterentwickelte Auto Union-Rennwagen zu
einem der erfolgreichsten Rennfahrzeuge der Vorkriegszeit.

Nebenbei entwickelte Porsche für NSU einen Kleinwagen mit einem im Fahrzeugheck
liegenden, luftgekühlten Vierzylinder-Boxermotoren und Drehstabfederung
- den Typ 32. 1934 bewarb sich Porsche um den Bau eines "Deutschen
Volkswagens".

Für die Daimler-Benz AG wurde neben der Entwicklung technischer Motorkomponenten für die Mercedes-Silberpfeile
in den Jahren 1937 bis 1939 der Typ 80 genannte
Hochgeschwindigkeits-Rekordwagen konstruiert. Der im Auftrag der
Deutschen Arbeitsfront (DAF) entwickelte landwirtschaftliche
Klein-Schlepper Typ 110 mit luftgekühltem Zweizylindermotor wurde zur
Grundlage des späteren Volkstraktors und die nach dem Zweiten Weltkrieg
produzierten Porsche Diesel-Schlepper.

Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges entstanden auf Basis des Volkswagens weitere
Fahrzeugtypen, die zur militärischen Nutzung vorgesehen waren. Zudem
entwickelte Porsche verschiedene Panzerfahrzeuge.

Im Juli 1947 begannen in Eigenregie die Konstruktionsarbeiten am Typ 356
"VW-Sportwagen". Am 8. Juni 1948 war der Prototyp des Porsche 356 mit
der Fahrgestellnummer 356-001 fahrbereit. Dies war die Geburtsstunde
der Sportwagenmarke Porsche. Die Produktion der heckgetriebenen Coupé-
und Cabriolet-Versionen des 356 lief noch in der zweiten Jahreshälfte
1948 an. Nach der Rückkehr nach Stuttgart im Jahr 1950 begann die
serienmäßige Produktion dieses Sportwagens.

VW ist wichtigster Entwicklungskunde


Trotz dieses erfolgreichen Starts als Fahrzeughersteller blieben Aufträge aus
dem Bereich der Kundenentwicklung weiterhin fester Bestandteil des
Leistungsumfangs des Unternehmens. Wichtigster Auftraggeber war bis in
die 70er Jahre die Volkswagen AG, mit der seit 1948 ein umfangreicher
Kooperationsvertrag bestand. Zahlreiche Detailverbesserungen wurden für
den VW Käfer erarbeitet, der in Wolfsburg gegen eine an Porsche
gezahlte Lizenzgebühr von 5 DM pro Fahrzeug produziert wurde. 1969
folgte der VW Porsche 914 und als Folgeprojekt im Jahr 1976 der von VW
abgelehnte Entwicklungsauftrag EA 425, der dann als Porsche 924 in
Serie ging.

Das Entwicklungsspektrum umfasste nahezu alle
Bereiche der Motorisierung im zivilen und militärischen Bereich.
Umfangreiche Aufträge der Deutschen Bundeswehr wurden ebenso
durchgeführt wie automobile Zukunftsstudien des Bundesministeriums für
Forschung und Technologie. Ebenso wurden zahlreiche andere
Automobilhersteller mit Entwicklungsdienstleistungen unterstützt. So
unterstützte man Opel bei der Entwicklung des Zafira, baute für
Harley-Davidson einen modernen V2-Motor, entwarf das Design für
Linde-Gabelstapler, konzipierte einen Kleinwagen für den chinesischen
Markt, entwickelte einen Vierzylinder für Seat, brachte dem Lada Samara
das Laufen bei, fertigte einen erfolgreichen Formel 1-Motor, brachte
für Audi den RS2 an den Start und fertigte für Mercedes den 500 E. Aber
auch die Erprobung der Sturmfestigkeit von Zelten und die Verfeinerung
des Airbus-Cockpitdesigns stehen auf der Liste der
Porsche-Entwicklungsabteilung.
Wenn etwas klemmt,wende Gewalt an.Geht es kaputt, hätte es eh erneuert werden müssen.

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