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27.07.2009, 08:04

Kopfschütteln über Dienstwagenaffäre

Der Druck auf Ulla Schmidt nimmt zu. Während ihr Ministerium noch beschwichtigt, wird der SPD-Politikerin aus den Reihen des Koalitionspartners eine „skandalöse Verschwendung von Steuergeld“ vorgeworfen.

Der CDU-Haushaltspolitiker Georg Schirmbeck nannte es in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Montag eine „skandalöse Verschwendung von Steuergeldern, dass Gesundheitministerin Ulla Schmidt ihre Dienstlimousine plus Chauffeur quer durch Europa bis zu ihrem spanischen Urlaubsort geschickt hat“. Schirmbeck fügte hinzu: „Da die Amtszeit von Gesundheitsministerin Schmidt ohnehin abgelaufen ist, erübrigt sich die Forderung nach ihrem Rücktritt. Aber dass sie sich so einen dicken Klops leistet, zeigt: Sie ist die falsche Frau im Bundeskabinett.“

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luckyzippo

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27.07.2009, 08:41

Naja,wer im Glashaus sitzt....

Wenn ich in´s Blaue tippen müsste,würde ich sagen: Diese oder ähnliche Kungeleien findest du bei 90 % der Herren Volksvertreter.
Solange da keine deutliche Transparenz geschaffen wird,bedarf es der Medien,die so ein Thema zerreissen. Schön wäre,wenn jeder der Politiker, die so vorteilsbedacht handeln zurücktreten müsste im Rahmen eines Volksentscheids ....gerne auch per Televoting (sonst müssten wir ja alle 2 Wochen an die Urne rennen)
Wenn etwas klemmt,wende Gewalt an.Geht es kaputt, hätte es eh erneuert werden müssen.

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27.07.2009, 09:21

Naja,wer im Glashaus sitzt....

Wenn ich in´s Blaue tippen müsste,würde ich sagen: Diese oder ähnliche Kungeleien findest du bei 90 % der Herren Volksvertreter.
Solange da keine deutliche Transparenz geschaffen wird,bedarf es der Medien,die so ein Thema zerreissen. Schön wäre,wenn jeder der Politiker, die so vorteilsbedacht handeln zurücktreten müsste im Rahmen eines Volksentscheids ....gerne auch per Televoting (sonst müssten wir ja alle 2 Wochen an die Urne rennen)
Genau meine Meinung !!!
Aber leider machen die Politiker eh was sie wollen ....



Religionskonflikte sind konflikte zwischen Erwachsenen,
bei denen es darum geht,wer den cooleren, imaginaeren Freund hat...


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27.07.2009, 09:30

Also ich finde es schon extrem, mit Chauffeur (!) und Dienstwagen in den Urlaub zu fahren, auf Kosten der Steuerzahler. Das sie ihr nun den Dienstwagen geklaut haben, was wir ja auch wieder bezahlen, ist dann der Gipfel.

Fastjack

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27.07.2009, 09:46

Das lustigste an der ganzen Geschichte ist ja das die gesammte Familie des Fahrers mit von der Partie war.
Wer jetzt also Böses denkt :-) sollte vielleicht eine nett gemeinte Geste der Dame gewesen sein die völlig nach hinten losgegangen ist. Aber trotzdem die verdienen genug Geld warum machen die sowas nicht einfach mal Privat nene der Steuerzahler hats ja.

Bei dem Thema Steuer fällt mir ein Bericht von letzter Woche ein wo es darum ging Hartz4 Empfängern zuschüsse zum Urlaub zu geben 7.50 Pro Tag und pro Person macht also summasumaro bei 2 wochen mit 3 Personen 315 Euro zuschuss. Wenn ich mit meiner Familie in den Urlaub fahre bekomme ich nichts aber Arbeite dafür ein das ganze Jahr. Nun stell ich mal die bescheidenne Frage nach Gerechtigkeit warum bekommt jemand der nicht Arbeitet auch noch zuschüsse um Urlaub zu machen wärend sich unsereins von dem was der Staat nach abzug überlasst auch noch was Sparen muss um in den wohlverdienten Urlaub zu fahren?

Sorry fürs kleine Offtopic aber das brannte zum thema Steuern

Fastjack
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27.07.2009, 10:36

Hm, war es nicht so das Arbeitslosengeld II-Empfänger keinen Anspuch auf Urlaub haben? Bzw. nur dann, wenn sie als Ein-Euro-Jobber unterwegs sind?

Falls es aber dennoch stimmt - RTL ist für mich nichts anderes als ein Boulevard-Sender - finde ich es echt unterirdisch.

Zum Thema:

Na, sie hat doch "sicherlich" einen trifftigen Grund gehabt den Dienstwagen mit in den Urlaub zu nehmen. Aussenpolitische Treffen o. ä.
So schamlos einfach das "Amt" missbrauchen - das würden doch nieee unsere Politiker machen.

Man merkt die Ironie, oder? ;)
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luckyzippo

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27.07.2009, 10:39

Zumindest hat sie schon dahingehend argumetieren (lassen) ... nichtsdestotrotz gibt´s da unten botschaften ... mit entsprechendem Fuhrpark.
Warum man nun ne karre quer durch europa fahren muss,bleibt fraglich...
Wer weiß, falsche Farbe vielleicht oder keine ruhekissen für den politiker-pöter
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28.07.2009, 12:50

Recht und Gesetz auf ihrer Seite, das kann sein.Aber wer hat die Gesetze gemacht?

Update auf Stern.de:

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt steht weiter unter Druck: Die Nutzung ihres Dienstwagens im Urlaub habe insgesamt fast 10.000 Euro gekostet, hat der Bund der Steuerzahler ausgerechnet. Damit gerät Schmidts Aussage in Zweifel, die Dienstwagenfahrt nach Spanien sei günstiger gewesen als ein Leihwagen vor Ort.

Die umstrittene Reise des Fahrers von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) nach Spanien hat den Steuerzahler fast 10.000 Euro gekostet. Das hat laut "Bild"-Zeitung der Bund der Steuerzahler ausgerechnet. Demnach müssen allein für die Hinfahrt 3800 Euro angesetzt werden, unter anderem für Benzin. Hinzu kämen Maut-Gebühren und mindestens sechs Hotel-Übernachtungen, die mit insgesamt rund 600 Euro veranschlagt werden. Für die Dienstzeit und Überstunden setzen die Experten weitere 4872 Euro an. Damit koste die Reise den Steuerzahler mindestens 9386 Euro, sagte Hauptgeschäftsführer Reiner Holznagel der Zeitung zufolge. Weitere Kosten, wie beispielsweise für den nach dem Diebstahl nötigen neuen Dienstwagen, seien nicht berücksichtigt.
Gesundheitsministerin Schmidt wies die Kritik an der Nutzung ihres Dienstwagens am Montagabend an der spanischen Costa Blanca zurück. Die Benutzung entspreche der Rechtslage und den Richtlinien, sagte sie am Rande einer Informationsveranstaltung für deutsche Senioren in Els Poblets nahe Denia. "Ich nutze den Dienstwagen dienstlich und ich nutze ihn privat. Wenn ich ihn privat nutze, wird sehr genau nach Fahrtenbuch abgerechnet und versteuert." Jeder, der Fragen habe, könne diese im Haushaltsausschuss beantwortet bekommen, und der Bundesrechnungshof könne jederzeit eine Wirtschaftsprüfung vornehmen.
Im vergangenen Jahr habe sie rund 6000 Kilometer privat abgerechnet. Sie handhabe das sehr genau, bekräftigte Schmidt. "In achteinhalb Jahren hat es nie eine einzige Beanstandung gegeben." Außerdem nehme sie auch im Urlaub dienstliche Termine wahr. Es sei günstiger, den Dienstwagen mitzubringen, als einen vor Ort in Spanien zu leihen. Sie habe immer einen Teil ihres Büros dabei und benötige stets den Zugang zum Computer, weil sich darin geschützte Daten befänden. Ihre Ausrüstung werde also immer hin und her transportiert.

Der Fall war bekanntgeworden, weil das Auto vor einer Woche in Schmidts Urlaubsort Denia nördlich von Alicante gestohlen wurde. Nach Polizeiangaben drangen die Täter durch eine unverschlossene Hintertür in das Haus ein, in dem Schmidts mitgereister Fahrer schlief. Die Ministerin zeigte sich erfreut, dass der Diebstahl für ihren Fahrer gewaltlos vonstatten gegangen und ihm nichts zugestoßen sei. Sie habe auch schon von anderen Fällen gehört, sagte Schmidt.
Die FDP verlangt bereits bis Mittwoch kommender Woche umfassende Auskunft der Gesundheitsministerin über die Dienstwagen-Angelegenheit. Als Mitglied des Bundestags- Haushaltsausschusses verlange der FDP-Abgeordnete Jürgen Koppelin bis zum 5. August einen detaillierten Bericht zu dem Fall, berichtet die "Berliner Zeitung". In Koppelins "Berichtsanforderung" seien insgesamt 14 Fragen aufgeführt - etwa welche dienstlichen Termine Schmidt in Spanien hatte, ob ihr Ministerium einen Dienstwagen der deutschen Botschaft angefragt hat oder wie hoch die Gesamtkosten des Dienstwagen-Einsatzes sind. Nach dem Haushaltsrecht sei die Regierung gezwungen, derartige Berichte fristgerecht vorzulegen. Der Haushaltsausschuss selbst tagt erst wieder Ende August.
Auch der Bund der Steuerzahler will es jetzt genau wissen: "Jeder normale Mitarbeiter im öffentlichen Dienst muss zu Recht ein Kilometer-Entgelt bezahlen, wenn er die private Nutzung eines Dienstwagens genehmigt bekommt. Es ist nicht verständlich, warum diese Regelung nicht für Regierungsmitglieder gilt", kritisierte Verbandsgeschäftsführer Holznagel. "Hier muss dringend eine eindeutige Regelung gefunden werden, die für die private Nutzung von Dienstfahrzeugen auch die private Belastung der Geldbeutel der Minister vorsieht."
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