Microsoft hat es dieser Tage nicht leicht. Nach der
ungepatchten Lücke im Internet Explorer wurde nun noch eine Lücke in Windows bekannt, durch die Anwender mit eingeschränkten Rechten an System-Rechte gelangen können – und zwar vermutlich auf allen 32-Bit-Windows-Versionen von Windows NT 3.1 bis einschließlich Windows 7. Während die Schwachstelle bei Heimanwendern vermutlich nur eine kleine Rolle spielt, dürften Administratoren in Unternehmensnetzen diese Woche vermutlich ins Schwitzen kommen.
Ursache des Problems sind Fehler in der 1993 eingeführten Virtual DOS Machine (VDM) zur Unterstützung von 16-Bit-Anwendungen (Real-Mode-Anwendungen für 8086). VDM beruht auf dem Virtual 8086 Mode (VM86) der 80386-Prozessoren und fängt unter anderem Hardware-Zugriffe wie BIOS-Aufrufe ab. Der zum Google-Sicherheitsteam gehörende Tavis Ormandy hat in der Umsetzung einige Schwachstellen gefunden, durch die ein nicht-privilegiertes 16-Bit-Programm mit mehreren Tricks den zu jedem Prozess gehörenden Kernel-Stack manipulieren kann. Damit ist es möglich, eigenen Code mit Systemrechten auszuführen.
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